09.03.2017 von Benjamin Kircher

Twitter: Das endgültige Aus für den Buy-Button

Twitter hat aktuell monatlich ca. 313 Millionen Nutzer weltweit, die täglich über 500 Millionen Tweets posten, das Unternehmen erzielte zuletzt im Jahre 2016 rund 2.5 Mrd. USD Umsatz und ist vor allem als Werbeplattform äußerst attraktiv. Damit waren die Voraussetzungen für den Eintritt ins E-Commerce mehr als aussichtsreich, sodass nach einer kurzen Testphase in den USA der Buy-Button, mit dem User direkt im Netzwerk einkaufen können, im Jahre 2015 weltweit eingeführt wurde. 

Ihre Performance-Datenfelder

Zu Beginn sah man großartige Möglichkeiten: Twitter erhoffte sich eine weitere Umsatzquelle, da das Unternehmen bisher neben Werbung noch keinen anderen Weg gefunden hatte, mit seinen Nutzern Geld zu verdienen. Dieses Unterfangen ist nun offenbar gescheitert, sodass der Twitter Buy-Button komplett eingestellt wird. Der Kurznachrichten-Dienst sieht seinen Fokus zukünftig nicht im E-Commerce und löst infolgedessen sein dafür zuständiges Team bis auf Weiteres auf. Ausschlaggebend hierfür waren die grundsätzliche Ablehnung und das fehlende Interesse der User gegenüber dem Buy-Button.

Twitter möchte sich zunehmend wieder auf das Kerngeschäft, die dynamischen Produktanzeigen, konzentrieren. Das Geschäft mit der Werbung lohnt sich: Die personalisierte Werbung erzielt angeblich zweimal so viele Klick-Zahlen wie regulär geförderte Tweets. Auch die Umsatz-Rate soll im Vergleich doppelt so hoch sein. Die Prognosen der Werbeeinnahmen sehen dabei außergewöhnlich lukrativ aus. Im Jahre 2016 lagen diese bei knapp 2 Mrd. USD, wohingegen bis zum Jahre 2018 eine Steigerung auf über 3 Mrd. USD prognostiziert wird.

Auch wenn der Twitter Buy-Button nicht wie erhofft eingeschlagen hat, ist das Social-Commerce dennoch weiterhin auf dem Vormarsch. Onlinehändler sollten sich nicht nur auf den Verkauf in ihrem eigenen Shop konzentrieren, sondern auch bedenken, dass Shopper die meiste Zeit auf Sozialen Netzwerken verbringen und dort direkt angesprochen werden können. Welche andere Möglichkeiten es in diesem Zusammenhang noch gibt, erfahren Sie in unserem Whitepaper „Social goes E-Commerce“. Dort finden Sie die wichtigsten Erklärungen zu Facebook Product Ads, Google PLA, Instagram „Shop now“ und weitere brandaktuelle Informationen zur erfolgreichen Nutzung der unterschiedlichen sozialen Medien als Vertriebskanal.

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