15.08.2017 von Christina Samoilis

Facebook macht ebay Konkurrenz

Der US-Konzern Facebook hatte schon in den letzten Monaten immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Sei es eine 110 Millionen Euro Strafe aufgrund falscher Angaben oder hohe Rekordgewinne an der Börse. Jetzt neu bringt Mark Zuckerberg den Facebook „Marketplace“ ab August an den Markt.

Ab August 2017 sollen Facebook-User durch das neue Feature die Möglichkeit bekommen Gebrauchsgegenstände zu verkaufen. Über den Marktplatz können Käufer und Verkäufer kostenlos miteinander Kontakt aufnehmen, über den Messenger Nachrichten verschicken und die Zahlung abschließen. Im Prinzip funktioniert es wie das Anzeigenportal ebay Kleinanzeigen.
Gut zu wissen ist, dass Facebook keinerlei Provision verlangt und die Zahlungsabwicklung inkl. Versand der Waren vollkommen den Privatpersonen überlässt.

Werden plötzlich alle nur noch auf Facebook alte Fernseher, Möbel etc. verkaufen? Ein Konzept mit Zukunft?

Wir fragen unseren Senior Business Development Manager Jannik Wegert nach seiner Expertenmeinung:

„Facebook hat endlich verstanden, dass über diverse Gruppen und Seiten bereits seit längerem reger Handel zwischen den Nutzern auf der Plattform herrscht. Mit dem Marketplace kann Facebook dies nun in professionelle Wege leiten und den Käufern als auch den Verkäufern das Handeln vereinfachen. Besonders den in Deutschland sehr beliebte ebay Kleinanzeigen wird der Facebook Marketplace Konkurrenz machen. Dennoch denke ich, dass der deutschlandweite Handel unter den Nutzern sich weiter auf ebay abspielen wird. Wenn der Verkäufer nicht in der Nähe ist und das gekaufte Produkt erst noch versenden muss, bietet ebay mit dem Käuferschutz und der Zahlweise PayPal mehr Sicherheit. Für die Onlinehändler wird der Facebook Marketplace erst interessant wenn dieser sich etabliert. Die Chancen dafür stehen gut, aber ob Facebook neben den privaten auch gewerbliche Verkäufer in Zukunft mit aufnehmen möchte ist noch nicht bekannt.

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