25.05.2020 von Marcia Gauger

Onlinehandel in Zeiten von Corona - Teil 3

Gastbeitrag von Lara Meyer von eology.
Umsätze und Corona stehen definitiv nicht im Gegensatz zueinander – jedoch müssen Marketingstrategien dafür ganz klar angepasst werden. Hierfür gibt es einige gezielte Maßnahmen, mit denen Onlinehändler gekonnt durch die Krise kommen. Negative Einflüsse von COVID-19 auf das Online Marketing können so abgeschwächt werden. Im Whitepaper Online Marketing trotz Corona-Krise – wie COVID-19 die Online Welt beeinflusst gibt es spannende Informationen und hilfreiche Tipps für Onlinehändler in der aktuellen Situation.

 

Maskenpflicht
Gekonnt werben während der Corona-Zeiten

Gerade Paid Advertising ist dabei eine geeignete Methode, über die leicht auf veränderte Umweltbedingungen eingegangen werden kann. Produkte, die aktuell gut funktionieren, sollten gezielt beworben werden. Eine genaue Analyse der Conversions ist deshalb notwendig, um Wissen über die eigenen Bestseller zu erlangen. Nichtsdestotrotz sollten alle bereits bestehenden Ads unbedingt weitergeführt werden, um keine vorhandenen Listings zu verlieren. Deshalb sollte das eingesetzte Budget optimiert werden: Weniger Geld in aktuell nicht relevante Ads stecken und dafür das Budget auf gut funktionierende Produkte umschichten ist also die Devise. Auch Budget, das andernfalls in Offline Marketing-Maßnahmen gesteckt wird, ist während der Coronakrise online besser aufgehoben. Mit Hilfe von Performance Marketing kann so spezifisch auf die Zielgruppe eingegangen werden. Ein zusätzlicher Bonus sind die gestiegenen Zahlen der Online-Shopper und die Tatsache, dass sich das Freizeit-Leben vieler Menschen größtenteils in die Online-Welt verlagert hat. Hierdurch können mehr Personen erreicht werden – Marketingmaßnahmen können somit noch mehr Erfolg erzielen und sich trotz Krise sehr positiv auf Umsätze auswirken.

Wichtig ist jedoch, dass die Performance der Ads regelmäßig überprüft wird. Stetiges Optimieren ist natürlich immer wichtig, doch in der aktuellen Situation ist es ein Muss, um eventuell knappere Budgets nicht einfach so zu verschwenden. Das Problem ist: Performen Anzeigen schlecht, werden sie auf Suchanfragen nicht ausgespielt. Organische Listings übernehmen somit die Positionen der Anzeigen, wodurch Onlinehändler passende Suchanfragen von Nutzern nicht mehr perfekt beantworten und potenzielle Kunden nicht gezielt auf ihre Produktseiten leiten können.

Tipp: Anzeigen sollten immer mit Verfügbarkeiten der Produkte gekoppelt werden. Die Krise kann zu Lieferengpässen führen, die nicht zu Lasten der Kunden ausgetragen werden sollten.

 

Was geht außer Google Ads noch?

Google Ads sollten immer im Repertoire eines Online-Advertisers sein. Sie bilden sozusagen die Basis. Je nach Zielgruppe können ebenfalls Anzeigen auf anderen Suchmaschinen und Social Media-Kanälen wie Facebook, YouTube, LinkedIn, etc. geschalten werden. Tracking sollte dabei genutzt werden, um herauszufinden, über welche Kanäle potenzielle Interessenten auf die Seite oder den Onlineshop kommen. Dementsprechend können die idealen alternativen Werbekanäle gefunden werden. Außerdem hilft es beim Remarketing. Durch Tracking können Onlinehändler mit dieser Maßnahme abgesprungene Besucher erneut gezielt ansprechen und erhöhen so die Chance auf eine Conversion.

 

So reagieren Big Player auf die Krise

Vor allem Google hat eine große Reihe von Anpassungen gemacht, um seinen Nutzern auch während der COVID-19-Zeit alle nötigen Tools bestmöglich zur Verfügung zu stellen. Der Internet-Gigant hat ebenfalls mit Personalreduzierungen und Einschränkungen durch die Krise zu kämpfen, weshalb aktuell nicht benötigte Funktionen der Tools abgeschalten wurden. So wurden beispielsweise bei Google My Business zeitweise keine neuen Bewertungen oder Q&A’s veröffentlicht. Im Gegenzug gab es jedoch neue Features. Eine spezielle „Updates wegen COVID-19“-Infobox und veränderte Öffnungszeiten sowie die Möglichkeit, spezielle Informationen zu Lieferoptionen hinzuzufügen, wurden für die GMB-Einträge ergänzt.

Facebook hat ein Info-Panel eingeführt, das die Nutzer auf dem Laufenden halten soll. Außerdem wird akribisch darauf geachtet Fake News zu stoppen. Brandneu sind zudem Pläne, die Plattform ebenfalls für den Onlinehandel zu nutzen, um so neue Marktplätze zu schaffen. Sogenannte „Facebook Shops“ sollen dem Social Media-Riesen so den Weg ins E-Commerce ebnen. Besonderer Bonus, der das Einkaufen für Nutzer spannender gestaltet: Live Shopping. Über Live-Videostreams kann der Kunde Waren so besser sehen, was das Online Shopping gewaltig erleichtert.

Ein weiterer großer Konzern, der wohl als DER Profiteur aus dieser Krise geht, ist Amazon. Unzählige Bestellungen sind in den vergangenen Wochen eingegangen. Dennoch mussten auch hier Anpassungen durchgeführt werden. Erhöhte Sicherheits- und Hygienemaßnahmen für Mitarbeiter und Kunden wurden eingeführt. Zusätzlich fand eine Priorisierung im Warenversand statt. So wurde sichergestellt, dass notwendige Produkte den Kunden schneller zugestellt wurden als weniger wichtige Waren. Um die Auslastung nicht noch weiter zu erhöhen, wurde außerdem der um diese Jahreszeit übliche Prime Day auf August verlegt.

Besonders interessant sind die neuen Marketing-Strategien der stark gebeutelten Automobilindustrie. Hier stimmen die Big Player ihre Werbemaßnahmen perfekt auf COVID-19 ab. Mercedes Benz veröffentlicht deshalb beispielsweise Ausmalbilder, die gratis über die Sozialen Medien heruntergeladen werden können. So sorgen sie für Beschäftigung bei Kindern, die aktuell nicht in die Kita können, einen viralen Trend zum Hashtag #coloryourbenz und zufriedene Eltern, die dadurch potenzielle Kunden werden könnten.

 

LAra MEyer
eology
Lara Meyer hat ihr Bachelorstudium der Betriebswirtschaft, Schwerpunkt Betriebswirtschaft der Medien, an der FH in Würzburg abgeschlossen. Als Teil des eology-Marketing-Teams kümmert sie sich um die Verbreitung des gesammelten eology-Wissens.
 
 
 
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